GRÜNE LIGA

Ein Projekt der GRÜNE LIGA Berlin e.V.

Grünzüge

Mauerpark

Das Gelände war ehemals Teil der Nordbahn. Die Eisenbahnbrücke über dem Gleimtunnel ist ein Relikt dieser Zeit. Ab 1961 verlief hier die Grenze zwischen dem Prenzlauer Berg im Osten und dem Wedding im Westen. Unmittelbar nach der Grenzöffnung nutzten die Anwohner, vor allem aus dem mit nur wenig Grün versehenem Prenzlauer Berg, die Freifläche zur Erholung. Anfang der 90er Jahre wurde dann mit der Anlage des Parks begonnen. Bekannt ist der Mauerpark heute vor allem als Treffpunkt für junge Leute und für den Flohmarkt am Wochenende. Mit ca 40.000 Besuchern pro Tag ist jeder Grünzug überfordert. Die Anlage sieht deshalb vor, den Eventbereich auf den Südteil zu konzentrieren, um dann zu mehr Ruhe und Grün überzugehen. Engagierten Bürgern, die sich für die Fertigstellung des Parks einsetzen, ist es zu verdanken, dass der westliche Teil nicht mit Wohn- und Bürohäusern bebaut wurde.
Eberswalder Straße/Schwedter Straße, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg, U2 Eberswalder Straße

Mauerpark

Luisenstädtischer Kanal

Der Park war ursprünglich Teils eines Schifffahrtswegs, der 1852 eröffnet wurde und durch die heutigen Ortsteile Kreuzberg und Mitte verlief. Im 20.Jh. verlor der Kanal seine verkehrstechnische Bedeutung, so dass der Plan gefasst wurde, ihn zuzuschütten und in einen Park umzuwandeln. Geschaffen wurde eine 22 m breite, durch die ehemaligen Kanalmauern von der Umgebung getrennte Grünanlage mit Spielplätzen, Wasserspielen, Gehölzen und Blumenbeeten, die ab 1932 für die Bevölkerung offen war. Im Krieg erlitt auch dieser Park Schäden, den Garaus machte ihm aber der Bau der Mauer. Nach deren Beseitigung wird die Grünanlage seit 1991 schrittweise wiederhergestellt. Es wurde ein grüner Boulevard angelegt, das Rasenparterre mit Rosenpflanzungen und der Indische Brunnen neugestaltet. Außerdem entstand ein immergrüner Garten. Unter einer vierreihigen Lindenallee kann man auf rund 2,5 Hektar Parkfläche im ehemaligen Bett des Kanals in Richtung Spree spazieren gehen. Südöstlich wird die neue Grünanlage durch das Gelände am Künstlerhaus Bethanien und den umgestalteten Mariannenplatz ergänzt.
Waldemerstr., 10999 Berlin-Kreuzberg, U8 Kottbusser Tor oder Moritzplatz, Bus 129

Luisenstädtischer Kanal

Erpe-Wanderweg

Das Erpetal liegt an der nördlichen Grenze Köpenicks und ist eine reizvolle Wiesenlandschaft mit dem schnell fließenden Gewässer Erpe, nach dem das Tal benannt wurde. Das Gelände wurde auf Grund der dort zahlreichen seltenen Pflanzen- und Tierarten bereits im 19. Jahrhundert unter Schutz gestellt und ist seit 1957 ein Landschaftsschutzgebiet. Der 12 km lange markierte Pfad, beginnend in Hirschgarten, führt durch Wiesen, Flachmoore und Pappelwälder, vorbei an einem ehemaligen Schloss und endet an der Galopprennbahn Hoppegarten. Besonders im Sommer sind viele seltene Vogelarten, Lurche und Insekten zu beobachten. Die „Naturfreunde“ bieten regelmäßig Führungen an.
Ringstr. 76-77, 12205 Berlin Lichterfelde, S3 Hirschgarten, S5 Hoppegarten. Der Weg ist das ganze Jahr über begehbar.

Wuhletal

Der Grünzug hat seinen Namen vom gleichlautenden Fluss. Durch Renaturierungsmaßnahmen, die 2008 beendet waren, entstand der größte zusammenhängende Grünzug im Nordosten Berlins. Der Wanderweg zu beiden Seiten der Wuhle, der auch für Kinderwagen und Fahrräder geeignet ist, hat eine Länge von fast 16 km. Das Wuhletal ist für viele Tierarten, vor allem für Vögel sehr attraktiv, aber auch Kleinsäuger, Schlangen und Frösche, und eine erstaunliche Vielfalt an Farn- und Blütenpflanzen sind hier zu Hause. Der Naturschutzbund (Nabu) unterhält im Wuhletal eine Wildtierpflegestation, die sich vor allem um die Pflege und Wiederauswilderung verletzter Wildvögel kümmert. Zum Startpunkt des Wanderwegs weisen Wegweiser ab dem S-Bahnhof Ahrensfelde.
12689 Berlin-Marzahn, S5, U5 Wuhletal, S7 Ahrensfelde

Tegeler Fließ

Das 30,4 km lange Fließ, das in Brandenburg beginnt und im Tegeler See endet, ist ursprünglich eine nacheiszeitliche Schmelzwasserrinne. Die ca 10 km auf Berliner Gebiet sind als Wanderweg ausgebaut. Das Fließ und mit ihm der Wanderweg schlängeln sich mäandernd durch waldiges und sumpfiges Gelände, durch feuchte Niederungen und Moore. Naturlehrpfade informieren auf einigen Abschnitten über seltene, hier lebende Tierarten, wie z.B. Flusskrebs, Eisvogel und Fischotter. Das Erscheinungsbild des Fließes wurde geprägt durch Torfstechen und Anstauungen zum Betrieb von Mühlen. Die Seen, die dadurch entstanden, sind, bis auf den Hermsdorfer See und den Köpchensee, im Laufe der Zeit verlandet. Die romantisch, wilde Landschaft ist ein Fauna-Flora-Habitat, einige Teile stehen unter Naturschutz. Ein Problem, das zur Zeit in Angriff genommen wird, sieht man ihr nicht an: Am Oberlauf wurden über 100 Jahre lang Berliner Abwässer versickert, deren Schadstoffe nun die Wasserqualität beeinträchtigen.
13469 Berlin-Lübars, S1 Waidmannslust, Bus 222 Alt-Lübars

Tegeler Fließ

Greenwichpromenade

Wie im Urlaub kann man auf der Promenade am Wasser entlang flanieren oder auf einer der Bänke sitzen und sich die bezaubernde Aussicht auf den Tegeler See gönnen. Von den Anlegestellen starten Schiffe zu Rundfahrten. Weil die Landschaft so reizvoll ist, gab es hier schon Anfang des letzten Jahrhunderts eine Promenade, ein Freibad und eine Dampferanlegestelle. Der Tegeler See mit seinen sieben Inseln ist sehr beliebt bei Segelbootfahrern. An den Londoner Partnerbezirk, nach dem die Promenade benannt wurde, erinnert eine rote Telefonzelle.
13507 Berlin-Tegel, U6 Alt-Tegel, S 25 Tegel

Grünzug Bullengraben

Wie die Spekte entstand der Bullengraben zur Entwässerung der feuchten Niederungen westlich der Havel. Erst in den 60er Jahren des 20.Jh. wurde der Graben als Abwasserführung kanalisiert und die Wiesen großflächig bebaut, was die natürliche Vegetation erheblich veränderte. Der ca. 6 km lange Grünzug, der von der Havel in der Spandauer Altstadt bis nach Berlin-Staaken an der Grenze zu Brandenburg führt, entstand zwischen 2004 und 2007 als Ausgleich für Eingriffe in die Natur durch den Bau der Schnellbahnverbindung Hannover-Berlin. Ein für Füsse und Fahrräder gleichermaßen geeigneter Weg führt vorbei an verschiedenen Spiel- und Sportangeboten sowie renaturierten Feuchtwiesen und Gewässern. Ökologisch sensible Bereiche sind über Brücken und Stege zugänglich.
13581 Berlin-Spandau, U7 Rathaus Spandau, S3 Spandau, Bus M 32

Spektegrünzug

Im Zuge der Urbanisierung im 19. und 20. Jh. veränderte sich das Feuchtgebiet Havelland und verschwand die Spekte, ein kleiner Fluss, der aus dem Niederungsgebiet entsprang und in die Havel mündete. Nach dem Krieg wurden große Mengen Kies und Sand, die man zum Bauen benötigte, aus den Wiesen gebaggert. So entstanden der Spektesee und die Spektelake entstanden so. Bereits in den 70er Jahren wurde damit begonnen, die durch den Kiesabbau und die Ablagerung von Bauschutt veränderte Landschaft zu renaturieren. Das schwierige Unterfangen, die Landschaft zu gestalten und einen natürlichen Raum wieder herzustellen, ist gut gelungen. Der ca. 4 km weite Grünzug bietet heute sowohl Erholungsangebote für die Menschen als auch naturbelassene Räume, in denen Pflanzen und Tiere gedeihen können. Auch seltene Arten wie Sumpfdotterblume und Rohrdommel haben sich hier angesiedelt.
13591 Berlin-Spandau, U7 Rathaus Spandau, S3 Spandau, Bus M 32

Berliner Forsten

Wer Zeit für eine ausführliche Wanderung hat, findet Ausflugstipps auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung. Jeden Monat gibt es eine detaillierte Wegebeschreibung für eine Wanderung in die Berliner und brandenburger Forsten.
www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/ausflugstipps/index.shtml

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