GRÜNE LIGA

Ein Projekt der GRÜNE LIGA Berlin e.V.

Von Solardach bis Windrad

Solartechnik

Mit Solartechnik wird die technische Nutzung der Sonnenenergie (oder auch Solarenergie) bezeichnet. Aus der Sonnenstrahlung kann Wärme oder elektrische Energie gewonnen werden. Sie wird mit Hilfe der Fotovoltaik in elektrische Energie (Solarstrom) umgewandelt oder die Infrarot-Strahlung wird als Wärme in Solartthermie-Anlagen eingefangen und genutzt. Die Wandlung in Wärme durch so genannte Sonnenkollektoren ist die weltweit meistverbreitete Nutzung der Sonnenenergie. Der direkten Wandlung der Strahlung in Wärme bedienen sich auch Solaröfen und Solarkocher. Großtechnisch kann die so gewonnene Wärme in Sonnenwärmekraftwerken zur Erzeugung elektrischer Energie verwendet werden. Die Sonnenenergie zählt zu den regenerativen Energien, ihre Nutzung wird in vielen Ländern gefördert, in Deutschland beispielsweise durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Blockheizkraftwerke

Ein großer Teil des Stroms wird in Deutschland in Kondensationskraftwerken erzeugt, verbunden mit Verlustwärme, die an Flüsse oder die Umgebung abgegeben wird. Die ökologische und ökonomische Idee hinter Blockheizkraftwerken ist, Strom vor Ort zu produzieren und die freiwerdende thermische Energie zu nutzen: Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist ein modular aufgebautes Heizkraftwerk. BHKW nutzen, wie auch HKW, das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei verwerten sie die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme zu Heizzwecken. Als Antrieb für die Stromerzeugung werden meistens Verbrennungsmotoren (Diesel- oder Gasmotoren), aber auch Gasturbinen verwendet. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung wird die eingesetzte Primärenergie mit einem Gesamtwirkungsgrad bis über 90% genutzt.

Brauchwasseranlagen

Regenwasseranlagen sind im Bereich der Brauchwassernutzung wohl die bekanntesten Anlagen. In Wohngebäuden kann Regenwasser, über eine solche Anlage verteilt, für die Toilettenspülung, den Betrieb der Waschmaschine, zum Putzen sowie für die Bewässerung im Garten genutzt werden.

Dach- und Fassadenbegrünung

Für den Menschen kommt es besonders im städtischen Bereich durch die begrünten Dächer und Fassaden zu einer Steigerung der Lebensqualität. Einerseits wirkt es positiv auf die Psyche, andererseits verbessert sich das Kleinklima, indem Staub- und Luftschadstoffe gefiltert oder gebunden werden. Für das Gebäude ergeben sich weitere Vorteile: Der Wärme- beziehungsweise Kälteschutz wird verbessert, Lärm wird reduziert und die begrünten Flächen sind vor Frost geschützt. Bevor eine Fläche begrünt werden kann, muss je nach Bepflanzung gegebenenfalls auf den Dächern der entsprechende Untergrund beziehungsweise an Fassaden ein Drahtgerüst angebracht werden. Auf dieser Grundlage werden unterschiedliche Pflanzen angesiedelt, und nach kurzer Zeit bietet die ökologische Ausgleichsfläche Lebensraum und Nahrung für unterschiedliche Pflanzen und Tiere.

Ökologische Baumaterialien

Ökologische Baustoffe sind energie- und umweltschonend. Abbau, Weiterverarbeitung, Recycling und Entsorgung sind weitgehend unproblematisch. Sie sorgen daher für ein gesundes und allergikerfreundliches Raumklima mit effektiver Wärmedämmung.

Holz

Holz ist ein nachwachsender Baustoff und somit Ressourcen schonend. Es ist CO2-neutral und von langer Lebensdauer.

Lehm

Lehm ist eine Mischung aus Ton, Schluff und Sand und schafft ein gesundes Raumklima. Er sorgt für eine konstante Luftfeuchtigkeit, bewirkt körperliches Wohlbefinden und reduziert die Feinstaubbildung. Für die Herstellung des Materials einer Lehmwand wird nur ca. 1% der Energie benötigt, die für eine vergleichbare Wand aus Beton oder Ziegeln erforderlich wäre. Außerdem ist Lehm fast überall vorhanden, womit energieaufwändige Transportkosten entfallen.

Dämmstoffe

Zur ökologischen Dämmung werden unkonventionelle Materialien verwendet, diese sind umweltschonend und energiesparend. Es kann zum Beispiel auf Celluloseflocken, Flachsfasern, Hanfplatten, Schaf- oder Baumwolle zurückgegriffen werden.